Über meine Instrumente:

Drehleier:

Meine Drehleier

Die Drehleier ist ein Saiteninstrument.
Auf dem Korpus (je nach Bauart Gitarren-/Geigenähnlich, Lautenähnlich, Kastenfärmig) sind in der Grundversion
drei Saiten gespannt. Die Eine ist die Melodie, die Zweite die Schnarre und die Dritte die Bordun. Alle Saiten werden mit
dem Rad in Schwingung gebracht (eine Art Endlosgeige), da das Ganze auch mit Kolophonium wie auf dem Geigenbogen funktioniert.
Die Melodiesaite wird mit Tasten, die durch die Schwerkraft herunterfallen, in der entsprechenden Länge "abgegriffen".
Die Schnarrsaite bringt durch den Schnarrsteg (besondere Bauform) und durch das plötzliche "Schneller Bewegen" des Rades
einen Rhythmus zur Melodie.
Die Bordunsaite bringt durch die Drehung des Rades einen Dauerton hervor.
Die Drehleier tauchte in der Geschichte erstmals im 12. Jahrhundert auf und wurde immer wieder weiterentwickelt.
Auch sie hatte eine Region in Europa, wo sie sich etablierte und zum Volksmusikintrument wurde, wie der Dudelsack, nämlich:
Die Bretagne in Frankreich. AllmÄhlich entwickelte man sogar Kolophoniumaufnehmende Kunststoffräder und baute sogar elektrische Tonabnehmer ein.


Dudelsack (Schäferpfeife):



Der Dudelsack (Schäferpfeife) ist ein Blasinstrument.
Man bläst Luft mit dem Mund über das Blasrohr in den Sack hinein (in diesem Fall erledigt das der Blasebalg), muss aber darauf Acht geben, dass beim erneuten Luft holen der Luftdruck im Sack nicht zu gering wird. Sonst bleiben die Töne nicht stabil und flackern. Gleichzeitig muss man aber auch noch auf seine Finger schauen, damit man das Lied spielen kann. Die Griffweise variiert je nach Dudelsack. Es gibt die offene Griffweise (Blockflöte), die geschlossene Griffweise (Bock) oder die halbgeschlossene Griffweise (Schottischer Sack).
Die Bordun bringt durch den Sackdruck einen Dauerton hervor. Da kann man es sich aussuchen wieviel Bordune man haben will. Die Grenze ist dann bei vier Bordunen. Sie sind dann meist auch unterschiedlich gestimmt, je nach Sackart. Es gibt aber auch Modelle, wo man den Bordun je nach Liedart zwischen zwei Tönen umstimmen kann.
Die Dudelsack tauchte in der Geschichte schon ziemlich früh auf und wurde in der Anfangsphase als Hirteninstrument benutzt.
Ursprünglich kommt er aber aus dem arabischen Raum, wo er sich dann nach Norden ausbreitete bis er schließlich dorthin kam, wo er bis zum Hightechinstrument weiterentwickelt wurde: nach Schottland. Dort entwickelte man sogar GoreTex-Säcke und in Deutschland inzwischen sogar Karbon-Rohrblätter für die Bordun.